Wohnungsprotest Valencia 2026: Was ist passiert und warum?
Am Samstag, 3. Oktober 2026, sind in der Innenstadt von Valencia 6.000 Menschen für bezahlbaren Wohnraum auf die Straße gegangen, so die Delegación del Gobierno, die Vertretung der spanischen Zentralregierung in der Region. Auslöser war unter anderem eine Abstimmung vom Vortag: Das spanische Parlament hatte zwei Wohnungsdekrete der Regierung gekippt. Am Ende der Route kam es vor dem Palau de les Arts zu Zusammenstößen mit der Polizei; 5 Menschen wurden festgenommen (Infobae/EFE, 04.10.2026) und am 5. Oktober ohne Auflagen vorläufig freigelassen (El Debate, Infobae, 05.10.2026). Seit dem Abend der Demonstration campieren Protestierende auf der Plaza del Ayuntamiento, am Sonntagabend laut valenciaplaza.com mehr als 250 Menschen; am 6. Oktober nannte das Camp selbst etwa 600 Menschen und rund 400 Zelte (Última Hora, 06.10.2026). Am selben Wochenende wurde in mehr als 50 spanischen Städten zu Protesten aufgerufen. Inzwischen hat Ministerpräsident Pedro Sánchez die Cortes aufgelöst und vorgezogene Parlamentswahlen für den 29. November 2026 angesetzt (Vozpopuli, El Español, 05.10.2026). Der Generalstreik für Wohnraum ist seit dem 7. Oktober auf Mittwoch, 11. November 2026, festgelegt (que.es, 07.10.2026). Am Mittwoch, 7. Oktober, ist Maricarmen Abascal gestorben, die 87-Jährige, deren Zwangsräumung in Madrid am 23. September die landesweite Protestwelle ausgelöst hatte (EFE über ABC Color, CNN Español, Infobae, Telemadrid, 07./08.10.2026); am Abend des 8. Oktober zogen in Madrid laut Presse rund 20.000 Menschen zu ihrer früheren Wohnung (El Español, 08.10.2026). In Valencia fand die Procesión Cívica zum 9. Oktober ohne die traditionelle Mascletà statt, die die Delegación del Gobierno wegen des Camps hatte aussetzen lassen, und ohne größere Zwischenfälle (ValenciaPlaza/COPE, 08.10.2026; Actualidad Valencia, 09.10.2026).
Aktualisiert am 9. Oktober 2026 um 18:41 Uhr (Ortszeit Valencia). Diese Seite wird ergänzt, solange sich die Lage entwickelt.
Das Wichtigste, Stand 9. Oktober, 18:41 Uhr
- 9. Okt., Valencia, Procesión Cívica ohne Mascletà: Die Procesión Cívica de la Senyera zum 9 d'Octubre fand ohne die Mascletà und ohne größere Zwischenfälle statt; lediglich eine Gruppe vermummter Personen buhte Politiker linker Parteien aus. Die Plaza del Ayuntamiento war abgeriegelt, im Einsatz waren rund 500 zusätzliche Beamte und mindestens 13 Einsatzwagen der Policía Nacional (Actualidad Valencia, 09.10.2026).
- 9. Okt., Madrid, Camp an der Puerta del Sol erneut größer: Das Camp zählt inzwischen mehr als 2.000 Zelte und reicht weiterhin in die Calle Preciados und die Calle Arenal (MDZ Online, 09.10.2026). Korrektur der Größenangabe: zuletzt veröffentlicht mehr als 1.200 Zelte (EFE über ABC Color, 08.10.2026); neu mehr als 2.000 Zelte (MDZ Online, 09.10.2026).
- 8. Okt., Valencia, Mascletà ausgesetzt: Die Delegación del Gobierno hat die traditionelle Mascletà zum 9 d'Octubre für unvereinbar mit dem Camp auf der Plaza del Ayuntamiento erklärt und aussetzen lassen. Die Stadtverwaltung (Bürgermeisterin María José Catalá, über den Sicherheitsstadtrat Jesús Carbonell) erwägt, dagegen vor Gericht zu ziehen (ValenciaPlaza/COPE, 08.10.2026).
- 8. Okt., Madrid, Marsch zur Wohnung von Maricarmen Abascal: Als Reaktion auf ihren Tod hat das Sindicato de Inquilinas am Abend des 8. Oktober zu einem 4 Kilometer langen Marsch vom Camp an der Puerta del Sol zu ihrer früheren Wohnung (Sainz de Baranda 46) aufgerufen. Laut Presse nahmen rund 20.000 Menschen teil; gerufen wurde unter anderem, es handle sich nicht um Todesfälle, sondern um Morde (El Español, 08.10.2026).
- 8. Okt., Madrid, Camp an der Puerta del Sol größer: Laut EFE zählt das Camp inzwischen mehr als 1.200 Zelte (EFE über ABC Color, 08.10.2026). Korrektur der Größenangabe: zuletzt veröffentlicht mehr als 1.000 Zelte (Madrid Actual, 07.10.2026); neu mehr als 1.200 Zelte (EFE über ABC Color, 08.10.2026). Korrigiert am 9. Oktober: mehr als 2.000 Zelte (MDZ Online, 09.10.2026), siehe oben.
- 7. Okt., Madrid, Maricarmen Abascal gestorben: Die 87-Jährige, deren Zwangsräumung am 23. September in Madrid die landesweite Protestwelle für Wohnraum ausgelöst hatte, ist am Mittwoch, 7. Oktober, im Krankenhaus Gregorio Marañón gestorben, wo sie seit dem Tag ihrer Räumung lag. Sie hatte mehr als 70 Jahre in derselben Wohnung gelebt; die Miete war von 500 auf 2.650 Euro gestiegen. Eine Einigung, nach der sie nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus in die Wohnung hätte zurückkehren können, war gefunden worden, kam laut EFE aber zu spät. Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach der Familie auf X sein Beileid aus (EFE über ABC Color, CNN Español, Infobae, 07./08.10.2026). Ergänzt am 9. Oktober: Laut Telemadrid lag die Wohnung in der Calle Alcalde Sainz de Baranda; nach der Räumung war sie wegen akuter Angst und Erschöpfung notfallmäßig ins Krankenhaus gebracht worden (Telemadrid, 07.10.2026).
- 8. Okt., Demonstration am 9. Oktober angekündigt: Als Reaktion auf den Tod von Maricarmen Abascal rufen Wohnungsinitiativen für Freitag, 9. Oktober 2026, zu einer Demonstration unter dem Motto „La vivienda nos cuesta la vida“ (Wohnen kostet uns das Leben) auf. Orte und Uhrzeiten nennt unsere Quelle nicht (101TV, 08.10.2026).
- 8. Okt., Málaga, Camp endet am 11. Oktober: Das Camp auf der Plaza de la Constitución, das seit dem 28. September besteht, wird am Sonntag, 11. Oktober, aufgelöst. Laut Rosa Galindo, Sprecherin von Un Techo por Derecho, wollen sich die Protestierenden auf die Vorbereitung des Generalstreiks vom 11. November konzentrieren (101TV, 08.10.2026).
- 7. Okt., Valencia, Sicherheitseinsatz zum 9. Oktober: Die Delegación del Gobierno hat bestätigt, dass Policía Nacional und Policía Local am 9. Oktober gemeinsam im Einsatz sein werden, damit die offiziellen Feierlichkeiten und das Camp auf der Plaza del Ayuntamiento nebeneinander stattfinden können. Mehrere Medien (Vozpópuli, 7Televalencia, ActualidadCastellón) berichten, dass die traditionelle Mascletà zum 9 d'Octubre nicht gezündet werden könne, wenn die Protestierenden den von den Pyrotechnikern benötigten Platz belegen; Delegada Pilar Bernabé hat eine Verlegung des Camps abgelehnt (Vozpópuli, 07.10.2026). Ergänzt am 9. Oktober: Die Mascletà wurde auf Entscheidung der Delegación del Gobierno ausgesetzt (ValenciaPlaza/COPE, 08.10.2026), siehe oben.
- 8. Okt., Valencia, Gegenkundgebung angekündigt: Eine rechtsextreme Gruppe (je nach Quelle Núcleo Nacional oder Patriam) hat für Donnerstag, 8. Oktober, 18 Uhr, eine Gegenkundgebung auf der Plaza del Ayuntamiento angekündigt, also am Ort des Camps. Die Stadtverwaltung hat angedeutet, sich an ein Gericht zu wenden, um die Kundgebung zu regeln (elperiodic.com, 07.10.2026). Stand 08:41 Uhr hatte sie noch nicht stattgefunden. Ergänzt um 18:41 Uhr: Über ihren Verlauf liegt uns noch keine Quelle vor. Stand 9. Oktober, 18:41 Uhr: weiterhin keine Quelle über ihren Verlauf.
- 7. Okt., Generalstreik festgelegt: Der Generalstreik für Wohnraum findet am Mittwoch, 11. November 2026, statt. Getragen wird er von CCOO, UGT, CGT und der Confederación de Sindicatos de Inquilinas (zu der das Sindicat de Llogateres gehört) sowie weiteren kleineren Gewerkschaften und Mieterplattformen. Es ist der erste gemeinsame Generalstreik von CCOO und UGT seit 2012, angesetzt zwei Tage vor dem offiziellen Wahlkampfbeginn für die Wahl vom 29. November (que.es, 07.10.2026). Bis dahin war der 11. November nur vorgeschlagen (Infobae/EFE, 05.10.2026).
- 7. Okt., Valencia, keine Zwangsräumung zum 9. Oktober: Pilar Bernabé, Delegada del Gobierno in der Comunitat Valenciana, schließt eine erzwungene Räumung des Camps auf der Plaza del Ayuntamiento durch die Polizei zum 9. Oktober aus; die Voraussetzungen an Sicherheit und gesellschaftlichem Zusammenleben für einen Zwangseinsatz seien nicht gegeben. Bürgermeisterin María José Catalá hält an den Feierlichkeiten zum 9. Oktober fest, einschließlich der Mascletà, ohne sie zu verlegen (Moncloa.com, 07.10.2026). Ergänzt am 8. Oktober: Laut mehreren Medien kann die Mascletà nicht gezündet werden, wenn das Camp den nötigen Platz belegt (Vozpópuli, 07.10.2026), siehe oben. Ergänzt am 9. Oktober: Die Mascletà wurde ausgesetzt; die Stadt erwägt eine Klage (ValenciaPlaza/COPE, 08.10.2026), siehe oben.
- 7. Okt., Madrid, Delegación del Gobierno: Neben dem Tribunal Superior de Justicia lehnt auch die Delegación del Gobierno in Madrid Ayusos Antrag auf Räumung des Camps an der Puerta del Sol ab. Die Abogacía del Estado (Rechtsdienst des Staates) befand, körperlicher Zwang gegen die Campierenden könne gewaltsame Zwischenfälle und Sachschäden auslösen und mehr Probleme für die öffentliche Sicherheit schaffen, als er löse (Infobae, 07.10.2026).
- 7. Okt., Madrid, Camp wächst: Das Camp an der Puerta del Sol zählt mehr als 1.000 Zelte und hat sich über den Platz hinaus auf die Nebenstraßen Calle Preciados und Calle Arenal ausgedehnt (Madrid Actual, 07.10.2026). Aktualisierung: Bisher hatten wir für dieses Camp keine Zahl veröffentlicht („in unseren Quellen nicht beziffert“, Stand 7. Oktober, 18:24 Uhr). Korrigiert am 8. Oktober: mehr als 1.200 Zelte laut EFE (EFE über ABC Color, 08.10.2026), siehe oben. Korrigiert am 9. Oktober: mehr als 2.000 Zelte (MDZ Online, 09.10.2026).
- 6. Okt., Valencia, Camp: Nach eigenen Angaben zählt das Camp auf der Plaza del Ayuntamiento etwa 400 Zelte und 600 Menschen. Es befürchtet einen Repressions- oder Räumungsversuch am Donnerstag, 8. Oktober, ruft zur Solidarität auf und schließt eine gewaltsame Reaktion seinerseits aus (Última Hora, 06.10.2026). Korrektur der Größenangabe: zuletzt veröffentlicht mehr als 250 Menschen und mehr als 100 Zelte (valenciaplaza.com, 04.10.2026, 21:35 Uhr); neu etwa 600 Menschen und etwa 400 Zelte, Zahl des Camps selbst (Última Hora, 06.10.2026).
- 7. Okt., Madrid: Das Tribunal Superior de Justicia de Madrid lehnt am 11. Tag des Camps an der Puerta del Sol zum zweiten Mal den Eilantrag der Comunidad de Madrid (Ayuso) auf Räumung ab; eine erste Ablehnung hatte es am 5. Oktober gegeben (Infobae/EFE, 07.10.2026).
- 6. Okt., Wohnungsdekrete erneut beschlossen: Die Regierung hat die beiden vom Parlament abgelehnten Dekrete mit kleineren Änderungen erneut verabschiedet. Sie müssen nun die Diputación Permanente passieren, ein Gremium, das nach der Auflösung der Cortes weiterarbeitet; die Opposition bestreitet die Rechtmäßigkeit dieses Weges (MDZ/EFE, 06.10.2026).
- 6. Okt., Camps in Andalusien: Sevilla (Plaza de la Encarnación, mehr als 120 Zelte, 250 bis 300 Menschen pro Nacht), Málaga (Plaza de la Constitución, etwa 150 Zelte); das Camp in Granada hat sich in drei Tagen verdoppelt, auf mehr als 100 Zelte. In Almería und Córdoba gibt es nur Kundgebungen, keine dauerhaften Camps (Moncloa.com, 06.10.2026).
- 5. Okt., Neuwahlen: Pedro Sánchez löst die Cortes auf und setzt vorgezogene Parlamentswahlen für den 29. November 2026 an, nach der Ablehnung der beiden Wohnungsdekrete am 2. Oktober (Vozpopuli, El Español, 05.10.2026).
- 5. Okt., Valencia, Ergebnis der Vorführung: Die 5 Festgenommenen wurden der Richterin vorgeführt und vorläufig freigelassen, ohne Sicherungsmaßnahmen. Gegen sie wird weiter ermittelt wegen Störung der öffentlichen Ordnung, Sachbeschädigung, Angriffs und Körperverletzung (El Debate, Infobae, 05.10.2026).
- 5. Okt., Barcelona: Großdemonstration mit der Forderung nach einem Generalstreik für Wohnraum: 120.000 Teilnehmende laut Sindicat de Llogateres, 20.000 laut Stadtverwaltung (Ajuntament de Barcelona) (CNN Español, Infobae/EFE, 05.10.2026). Korrektur: Wir hatten die Demonstration in Barcelona für Samstag, 3. Oktober, 18 Uhr gemeldet (eleconomista.es, eldiario.es); sie wurde wegen einer roten Unwetterwarnung (Regen) auf Montag, 5. Oktober, verschoben (CNN Español, Infobae/EFE, 05.10.2026).
- 5. Okt., Generalstreik: Die großen Gewerkschaften CCOO und UGT kündigen offiziell einen 24-stündigen Generalstreik für diesen Herbst an, zu Wohnen und Löhnen. Das Sindicato de Inquilinas schlägt Mittwoch, 11. November, vor; dieses Datum haben die Gewerkschaften noch nicht bestätigt (Infobae/EFE, 05.10.2026). Ergänzt am 8. Oktober: Das Datum 11. November wurde am 7. Oktober festgelegt (que.es, 07.10.2026), siehe oben.
- 5. Okt., Camps bleiben: Die Versammlungen der Camps in Granada, Málaga und Sevilla beschließen, trotz der angekündigten Neuwahlen zu bleiben; ihre Forderungen seien durch die Wahlen nicht erledigt (Última Hora, 05.10.2026). Ergänzt am 8. Oktober: Das Camp in Málaga wird am 11. Oktober aufgelöst (101TV, 08.10.2026), siehe oben.
- 5. Okt.: Die 5 in Valencia Festgenommenen sollen an diesem Montag einem Richter vorgeführt werden (Infobae/EFE, 04.10.2026). Ein Ergebnis liegt uns um 07:55 Uhr nicht vor; wir ergänzen es, sobald es aus einer Quelle bestätigt ist. Ergänzt am 7. Oktober: vorläufig freigelassen, siehe oben.
- Korrektur vom 4. Okt., Festnahmen in Valencia: ursprüngliche Zahl 1 Festnahme (ValenciaNews, 03.10.2026), korrigiert auf 5 festgenommene Personen am 4. Oktober laut Infobae/EFE. Vorgeworfen werden ihnen Würfe von Absperrgittern, Pflastersteinen und Pyrotechnik am Palau de les Arts. Die Zahl von 9 verletzten Polizisten bestätigt diese zweite Quelle (Infobae/EFE, 04.10.2026).
- 4. Okt., Camp in Valencia: Am Sonntagmorgen etwa 100 Zelte und mehr als 200 Menschen auf der Plaza del Ayuntamiento, überwiegend zwischen 20 und 30 Jahre alt. Die Versammlung stimmte dafür, „unbefristet“ zu bleiben. Das Camp ist spontan entstanden, das Sindicato de Inquilinas unterstützt es, organisiert es aber nicht (Infobae/EFE, 04.10.2026). Am Sonntagabend mehr als 250 Menschen und mehr als 100 Zelte (valenciaplaza.com, 04.10.2026, 21:35 Uhr). Ergänzt am 8. Oktober: am 6. Oktober etwa 600 Menschen und 400 Zelte laut Camp (Última Hora, 06.10.2026), siehe oben.
- 3. und 4. Okt., Camps auch anderswo: in Granada nach einer Demonstration mit 10.000 bis 12.000 Teilnehmenden je nach Quelle (eldiario.es, Infobae, 04.10.2026), in Oviedo (Infobae, 02. und 04.10.2026) und in Madrid an der Puerta del Sol, dort bereits seit der Nacht vom 26. September (Infobae, 01.10.2026; eldiario.es, 02.10.2026).
- 2. Okt.: Das Parlament lehnt zwei Wohnungsdekrete ab (ein Räumungsverbot für schutzbedürftige Haushalte und die Verlängerung von Mietverträgen, die 2026 auslaufen). Dagegen stimmten PP, Vox, Junts und UPN (Moncloa.com, 02.10.2026).
- 3. Okt., 11 Uhr: Demonstrationszug in Valencia von der Porta de la Mar zum Palau de les Arts. 6.000 Teilnehmende laut Delegación del Gobierno; die Veranstalter haben bisher keine eigene Zahl genannt (ValenciaNews, 03.10.2026).
- 3. Okt., Ende des Zuges: Zusammenstöße vor dem Palau de les Arts, 9 Beamte der Policía Nacional verletzt, 1 Festnahme (ValenciaNews, 03.10.2026). Am 4. Oktober korrigiert: 5 Festnahmen laut Infobae/EFE, siehe oben.
- 3. Okt., Madrid: 70.000 Teilnehmende laut Delegación del Gobierno, 500.000 laut Mietergewerkschaft Sindicato de Inquilinas (eldiario.es, 03.10.2026).
- Generalstreik: vom Sindicato de Inquilinas für „pronto“ (bald) angekündigt, ein Datum steht am 4. Oktober nicht fest; der Arbeitgeberverband CEOE hält den Streik für rechtswidrig (Infobae, que.es, 03.10.2026). Ergänzt am 7. Oktober: CCOO und UGT kündigen den Streik an, vorgeschlagenes Datum 11. November noch nicht bestätigt, siehe oben. Ergänzt am 8. Oktober: Datum 11. November am 7. Oktober festgelegt (que.es, 07.10.2026).
Wohnungsprotest Valencia 2026: Was ist Tag für Tag passiert?
Das Neueste steht oben. Alle Uhrzeiten in spanischer Ortszeit (gleiche Zeitzone wie Deutschland, Österreich und die Schweiz).
Freitag, 9. Oktober 2026
- Valencia, Procesión Cívica de la Senyera: Die Procesión Cívica zum 9 d'Octubre, dem Feiertag der Comunitat Valenciana, findet ohne die Mascletà und ohne größere Zwischenfälle statt; lediglich eine Gruppe vermummter Personen buht Politiker linker Parteien aus. Die Plaza del Ayuntamiento ist abgeriegelt; im Einsatz sind rund 500 zusätzliche Beamte und mindestens 13 Einsatzwagen der Policía Nacional (Actualidad Valencia, 09.10.2026).
- Madrid, Puerta del Sol: Das Camp zählt inzwischen mehr als 2.000 Zelte und reicht weiterhin in die Calle Preciados und die Calle Arenal (MDZ Online, 09.10.2026). Korrektur der Größenangabe: Am 8. Oktober hatten wir mehr als 1.200 Zelte gemeldet (EFE über ABC Color, 08.10.2026).
Donnerstag, 8. Oktober 2026
- Abends, Madrid, Marsch zur Wohnung von Maricarmen Abascal: Das Sindicato de Inquilinas ruft nach ihrem Tod zu einem 4 Kilometer langen Marsch vom Camp an der Puerta del Sol zu ihrer früheren Wohnung in der Sainz de Baranda 46 auf. Laut Presse nehmen rund 20.000 Menschen teil; gerufen wird unter anderem, es handle sich nicht um Todesfälle, sondern um Morde (El Español, 08.10.2026).
- Valencia, Mascletà ausgesetzt: Die Delegación del Gobierno erklärt die traditionelle Mascletà zum 9 d'Octubre für unvereinbar mit dem Camp auf der Plaza del Ayuntamiento und lässt sie aussetzen. Die Stadtverwaltung (Bürgermeisterin María José Catalá, über den Sicherheitsstadtrat Jesús Carbonell) erwägt, dagegen vor Gericht zu ziehen (ValenciaPlaza/COPE, 08.10.2026).
- Madrid, Puerta del Sol: Laut EFE zählt das Camp inzwischen mehr als 1.200 Zelte (EFE über ABC Color, 08.10.2026). Korrektur der Größenangabe: Am 7. Oktober hatten wir mehr als 1.000 Zelte gemeldet (Madrid Actual, 07.10.2026). Korrigiert am 9. Oktober: mehr als 2.000 Zelte (MDZ Online, 09.10.2026), siehe Freitag.
- Aufruf zur Demonstration am 9. Oktober: Nach dem Tod von Maricarmen Abascal rufen Wohnungsinitiativen für Freitag, 9. Oktober, zu einer Demonstration unter dem Motto „La vivienda nos cuesta la vida“ (Wohnen kostet uns das Leben) auf. Orte und Uhrzeiten nennt unsere Quelle nicht (101TV, 08.10.2026).
- Málaga, Plaza de la Constitución: Das seit dem 28. September bestehende Camp wird am Sonntag, 11. Oktober, aufgelöst. Laut Rosa Galindo, Sprecherin von Un Techo por Derecho, wollen sich die Protestierenden auf die Vorbereitung des Generalstreiks vom 11. November konzentrieren, statt das Camp aufrechtzuerhalten (101TV, 08.10.2026).
- 18 Uhr, Valencia, Plaza del Ayuntamiento (angekündigt): Eine rechtsextreme Gruppe, je nach Quelle als Núcleo Nacional oder Patriam bezeichnet, hat eine Gegenkundgebung gegen das Camp angekündigt, am Ort des Camps selbst. Die Stadtverwaltung hat angedeutet, ein Gericht anzurufen, um die Kundgebung zu regeln (elperiodic.com, 07.10.2026). Stand 08:41 Uhr hat die Kundgebung noch nicht stattgefunden. Ergänzt um 18:41 Uhr: Über ihren Verlauf liegt uns noch keine Quelle vor. Stand 9. Oktober, 18:41 Uhr: weiterhin keine Quelle über ihren Verlauf.
- Valencia, Camp: Das Camp hatte am 6. Oktober erklärt, es befürchte für diesen Donnerstag einen Repressions- oder Räumungsversuch (Última Hora, 06.10.2026). Die Delegada del Gobierno Pilar Bernabé hat am 7. Oktober eine erzwungene Räumung durch die Polizei zum 9. Oktober ausgeschlossen (Moncloa.com, 07.10.2026).
Mittwoch, 7. Oktober 2026
- Madrid, Tod von Maricarmen Abascal: Maricarmen Abascal, 87 Jahre alt, deren Zwangsräumung am 23. September die landesweite Protestwelle für Wohnraum ausgelöst hatte, stirbt im Krankenhaus Gregorio Marañón, in dem sie seit dem Tag ihrer Räumung lag. Eine Einigung, nach der sie nach ihrer Entlassung in ihre Wohnung hätte zurückkehren können, war gefunden worden, kam laut EFE aber zu spät. Ministerpräsident Pedro Sánchez spricht der Familie auf X sein Beileid aus (EFE über ABC Color, CNN Español, Infobae, 07./08.10.2026). Ergänzt am 9. Oktober: Laut Telemadrid konnte sie nicht mehr nach Hause zurückkehren; sie war nach der Räumung wegen akuter Angst und Erschöpfung notfallmäßig eingeliefert worden (Telemadrid, 07.10.2026).
- Valencia, Sicherheitseinsatz zum 9. Oktober: Die Delegación del Gobierno bestätigt einen gemeinsamen Einsatz von Policía Nacional und Policía Local am 9. Oktober, damit die offiziellen Feierlichkeiten und das Camp auf der Plaza del Ayuntamiento nebeneinander stattfinden können. Mehrere Medien (Vozpópuli, 7Televalencia, ActualidadCastellón) berichten, die traditionelle Mascletà könne nicht gezündet werden, wenn die Protestierenden den von den Pyrotechnikern benötigten Platz belegen; Pilar Bernabé hat eine Verlegung des Camps abgelehnt (Vozpópuli, 07.10.2026). Ergänzt am 9. Oktober: Die Mascletà wurde am 8. Oktober ausgesetzt (ValenciaPlaza/COPE, 08.10.2026), siehe Donnerstag.
- Generalstreik, Datum festgelegt: Der Generalstreik für Wohnraum wird auf Mittwoch, 11. November 2026, festgelegt. Beteiligt sind CCOO, UGT, CGT, die Confederación de Sindicatos de Inquilinas (darunter das Sindicat de Llogateres) sowie weitere kleinere Gewerkschaften und Mieterplattformen. Es ist der erste gemeinsame Generalstreik von CCOO und UGT seit 2012; er liegt zwei Tage vor dem offiziellen Beginn des Wahlkampfs für die Wahl am 29. November (que.es, 07.10.2026).
- Valencia, Delegación del Gobierno: Pilar Bernabé, Delegada del Gobierno in der Comunitat Valenciana, schließt eine erzwungene Räumung des Camps auf der Plaza del Ayuntamiento durch die Polizei zum 9. Oktober aus. Die Voraussetzungen an Sicherheit und gesellschaftlichem Zusammenleben, die ein Zwangseinsatz erfordere, seien nicht gegeben (Moncloa.com, 07.10.2026).
- Valencia, Stadtverwaltung: Bürgermeisterin María José Catalá hält an den Feierlichkeiten zum 9. Oktober fest, darunter die Mascletà, und verlegt sie nicht (Moncloa.com, 07.10.2026). Ergänzt am 9. Oktober: Die Mascletà wurde von der Delegación del Gobierno ausgesetzt; die Stadt erwägt eine Klage (ValenciaPlaza/COPE, 08.10.2026).
- Madrid, Delegación del Gobierno: Die Delegación del Gobierno in Madrid lehnt Ayusos Antrag ab, das Camp an der Puerta del Sol aufzulösen. Laut Abogacía del Estado könnten Maßnahmen körperlichen Zwangs gegen die Campierenden gewaltsame Zwischenfälle und Sachschäden auslösen und mehr Probleme für die öffentliche Sicherheit schaffen, als sie lösten (Infobae, 07.10.2026).
- Madrid, Puerta del Sol: Das Camp zählt mehr als 1.000 Zelte und reicht über den Platz hinaus in die Calle Preciados und die Calle Arenal (Madrid Actual, 07.10.2026). Bis dahin hatten wir für dieses Camp keine Größe veröffentlicht. Korrigiert am 8. Oktober: mehr als 1.200 Zelte laut EFE (EFE über ABC Color, 08.10.2026). Korrigiert am 9. Oktober: mehr als 2.000 Zelte (MDZ Online, 09.10.2026).
- Madrid, Puerta del Sol: Am 11. Tag des Camps lehnt das Tribunal Superior de Justicia de Madrid den Eilantrag der Comunidad de Madrid auf Räumung zum zweiten Mal ab (Infobae/EFE, 07.10.2026).
- Valencia, Plaza del Ayuntamiento: Eine neuere Zählung des Camps als die vom Sonntagabend liegt uns um 18:24 Uhr nicht vor. Ergänzt am 8. Oktober: Inzwischen liegt eine Angabe des Camps vom 6. Oktober vor (etwa 600 Menschen, etwa 400 Zelte; Última Hora, 06.10.2026), siehe Dienstag.
Dienstag, 6. Oktober 2026
- Valencia, Plaza del Ayuntamiento: Das Camp gibt an, etwa 400 Zelte und 600 Menschen zu zählen. Es befürchtet einen geplanten Repressions- oder Räumungsversuch am Donnerstag, 8. Oktober, ruft zur Solidarität auf und schließt eine gewaltsame Antwort seinerseits aus (Última Hora, 06.10.2026). Korrektur der Größenangabe: Zuletzt hatten wir mehr als 250 Menschen und mehr als 100 Zelte gemeldet (valenciaplaza.com, 04.10.2026, 21:35 Uhr); die neue Zahl stammt vom Camp selbst.
- Regierung, Wohnungsdekrete: Die Regierung verabschiedet die beiden am 2. Oktober vom Congreso abgelehnten Dekrete erneut, mit kleineren Änderungen. Die Texte müssen nun die Diputación Permanente passieren, das Gremium, das nach der Auflösung der Cortes weiterarbeitet; die Opposition hält dieses Vorgehen rechtlich für anfechtbar (MDZ/EFE, 06.10.2026).
- Andalusien, Camps: In Sevilla stehen auf der Plaza de la Encarnación mehr als 120 Zelte, mit 250 bis 300 Menschen pro Nacht; in Málaga etwa 150 Zelte auf der Plaza de la Constitución. Das Camp in Granada hat sich in drei Tagen verdoppelt und zählt mehr als 100 Zelte. In Almería und Córdoba gibt es Kundgebungen auf der Straße, aber kein dauerhaftes Camp (Moncloa.com, 06.10.2026).
Montag, 5. Oktober 2026
- Valencia, Ergebnis vor Gericht: Die 5 nach den Vorfällen am Palau de les Arts Festgenommenen wurden der Richterin vorgeführt und vorläufig freigelassen, ohne Sicherungsmaßnahmen. Die Ermittlungen gegen sie wegen Störung der öffentlichen Ordnung, Sachbeschädigung, Angriffs und Körperverletzung laufen weiter (El Debate, Infobae, 05.10.2026).
- Neuwahlen: Ministerpräsident Pedro Sánchez löst die Cortes auf und setzt vorgezogene Parlamentswahlen für den 29. November 2026 an, nachdem der Congreso am 2. Oktober seine beiden Wohnungsdekrete abgelehnt hatte (Vozpopuli, El Español, 05.10.2026).
- Barcelona: Großdemonstration für Wohnraum mit der Forderung nach einem Generalstreik. 120.000 Teilnehmende laut Sindicat de Llogateres, 20.000 laut Ajuntament de Barcelona. Die Demonstration war wegen einer roten Unwetterwarnung (Regen) vom Samstag auf diesen Montag verschoben worden (CNN Español, Infobae/EFE, 05.10.2026).
- Generalstreik: CCOO und UGT, die beiden großen Gewerkschaften, kündigen offiziell einen 24-stündigen Generalstreik für diesen Herbst an, zu Wohnen und Löhnen. Das Sindicato de Inquilinas schlägt Mittwoch, 11. November, vor; die Gewerkschaften haben dieses Datum noch nicht bestätigt (Infobae/EFE, 05.10.2026). Ergänzt am 8. Oktober: Das Datum wurde am 7. Oktober festgelegt (que.es, 07.10.2026), siehe oben.
- Granada, Málaga, Sevilla: Die Versammlungen der Camps beschließen, trotz der angekündigten Neuwahlen zu bleiben, weil ihre Forderungen durch die Wahlen nicht erledigt seien (Última Hora, 05.10.2026). Ergänzt am 8. Oktober: Das Camp in Málaga wird am 11. Oktober aufgelöst (101TV, 08.10.2026), siehe Donnerstag.
- Madrid, Puerta del Sol: Erste Ablehnung des Räumungsantrags der Comunidad de Madrid durch das Tribunal Superior de Justicia de Madrid (Infobae/EFE, 07.10.2026).
- Valencia, Gericht: Für heute ist die Vorführung der 5 nach der Demonstration Festgenommenen vor einem Richter angekündigt (Infobae/EFE, 04.10.2026). Stand 07:55 Uhr kennen wir kein Ergebnis dieser Vorführung; es folgt hier, sobald eine Quelle es bestätigt. Ergänzt am 7. Oktober: vorläufig freigelassen, siehe oben.
- Valencia, Plaza del Ayuntamiento: Für Montag liegt uns noch keine neue Zählung des Camps vor; die letzte stammt vom Sonntagabend (siehe unten).
Sonntag, 4. Oktober 2026
- Abends, Valencia: Das Camp auf der Plaza del Ayuntamiento zählt mehr als 250 Menschen und mehr als 100 Zelte. Es organisiert sich in Versammlungen und beansprucht politische Neutralität. valenciaplaza.com weist darauf hin, dass auf diesem Platz die offiziellen Feierlichkeiten zum 9. Oktober stattfinden sollen, dem Feiertag der Comunitat Valenciana (valenciaplaza.com, 04.10.2026, 21:35 Uhr).
- Valencia, Festnahmen korrigiert: Laut Infobae/EFE wurden nach den Vorfällen am Palau de les Arts (Würfe von Absperrgittern, Pflastersteinen und Pyrotechnik) 5 Menschen festgenommen, die am Montag, 5. Oktober, einem Richter vorgeführt werden sollen. Ursprünglich hatten wir 1 Festnahme gemeldet (ValenciaNews, 03.10.2026). Die Zahl von 9 verletzten Polizisten bestätigt Infobae/EFE (04.10.2026).
- Morgens, Valencia: Nach der ersten Nacht zählt das Camp auf der Plaza del Ayuntamiento etwa 100 Zelte und mehr als 200 Menschen, überwiegend zwischen 20 und 30 Jahre alt. Die Versammlung stimmt dafür, „unbefristet“ zu bleiben. Es handelt sich um eine spontane Bewegung, die das Sindicato de Inquilinas unterstützt, aber nicht organisiert (Infobae/EFE, 04.10.2026).
- Oviedo: Für Sonntag ist eine Demonstration angekündigt; Uhrzeit und Route konnten wir in unseren Quellen nicht überprüfen (Infobae, 04.10.2026).
- 12 Uhr, Bilbao: Demonstration an der Plaza Elíptica angekündigt (eleconomista.es, eldiario.es, 03.10.2026).
Samstag, 3. Oktober 2026
- Nach 22 Uhr, Granada: Auf der Esplanade des Kongresspalastes (Palacio de Congresos) entsteht ein Camp, mit der Absicht, unbefristet zu bleiben. Bei der Größe widersprechen sich die Quellen: etwas mehr als 30 Zelte laut eldiario.es, 60 Zelte laut Infobae (beide 04.10.2026). Stand 6. Oktober: mehr als 100 Zelte (Moncloa.com, 06.10.2026).
- Samstagabend, Oviedo: Solidaritätskundgebung mit etwas mehr als 500 Menschen, nachdem es in der Nacht zuvor Angriffe auf die Campierenden gegeben hatte (Infobae, 04.10.2026).
- 19 bis 22 Uhr, Granada: Demonstration, aufgerufen vom Sindicato de Vivienda de Granada. 10.000 bis 12.000 Teilnehmende je nach Quelle: Policía Nacional und Policía Local nennen unterschiedliche Zahlen (eldiario.es, Infobae, 04.10.2026).
- Nach der Demonstration, politische Reaktionen in Valencia: Die konservative PP wirft der „radikalen Linken“ vor, Gewalt zu säen; die linke Partei Podemos verlangt Aufklärung über die Einsatzbefehle an die Polizei (Einzelheiten weiter unten; Última Hora und ValenciaNews, 03.10.2026).
- Im Anschluss: Rund 200 Menschen lassen sich auf der Plaza del Ayuntamiento nieder, dem Rathausplatz (ValenciaNews, El Debate, 03.10.2026). Daraus ist das Camp geworden, das am Sonntag weiter wächst (siehe oben).
- Ende der Route, vor dem Palau de les Arts: Polizeieinsatz, umgestoßene Absperrgitter, Einsatz von Gummigeschossen und Tränengas; 9 Beamte der Policía Nacional verletzt, 1 Festnahme (ValenciaNews, 03.10.2026). Korrektur vom 4. Oktober: 5 Festnahmen laut Infobae/EFE (04.10.2026); die 9 verletzten Beamten bestätigt dieselbe Quelle.
- Im Laufe des Tages: Das Sindicato de Inquilinas kündigt einen Generalstreik für das Recht auf Wohnen an, ohne Datum; die CEOE bezeichnet ihn als rechtswidrig (que.es, Infobae, 03.10.2026). Ergänzt am 8. Oktober: Datum am 7. Oktober auf den 11. November festgelegt (que.es, 07.10.2026).
- 19 Uhr, Sevilla: Kundgebung an den Setas de la Encarnación (eleconomista.es, eldiario.es).
- 18 Uhr, Barcelona: Demonstration ab der Plaça d'Espanya, verstärkt durch fünf Zubringerzüge aus Terrassa, Badalona, Vilanova i la Geltrú, Sitges und Castelldefels (eleconomista.es, eldiario.es). Korrektur vom 7. Oktober: Die Demonstration fand an diesem Samstag nicht statt, sie wurde wegen einer roten Unwetterwarnung (Regen) auf Montag, 5. Oktober, verschoben (CNN Español, Infobae/EFE, 05.10.2026).
- 12 Uhr, Madrid: 70.000 Teilnehmende laut Delegación del Gobierno, 500.000 laut Sindicato de Inquilinas (eldiario.es, Moncloa.com, 03.10.2026).
- 11 Uhr, Valencia: Der Zug startet an der Porta de la Mar (zwischen den Metrostationen Colón und Alameda) und endet vor dem Palau de les Arts Reina Sofía. 6.000 Teilnehmende laut Delegación del Gobierno (El Periódico de Aquí, El Debate, ValenciaNews, 03.10.2026).
- Am selben Tag: Auch in Alicante und Castellón wurde zu Demonstrationen aufgerufen (actualidadvalencia.com); die Uhrzeiten konnte unsere Redaktion noch nicht überprüfen.
- Nacht von Freitag auf Samstag, Oviedo: 3 Menschen werden wegen Angriffen auf die Campierenden festgenommen (Infobae, 04.10.2026).
Freitag, 2. Oktober 2026
- Congreso de los Diputados: Die beiden Wohnungsdekrete der Regierung scheitern im Parlament (Moncloa.com, 02.10.2026).
- Reaktion der Regierung: Wohnungsministerin Isabel Rodríguez erklärt, ihre Regierung „continuará luchando“ (werde weiterkämpfen) (cronista.com, 02./03.10.2026).
- Oviedo: Kundgebung an der Plaza de la Escandalera, aufgerufen vom Sindicato de Inquilinas und dem Sindicatu de Vivienda d'Asturies; die Teilnehmenden kündigen ein Camp an (Infobae, 02.10.2026).
- Madrid, Puerta del Sol: Die zuständige Richterin verweist den Antrag auf Räumung des Camps an das Tribunal Superior de Justicia de Madrid, das Obergericht der Region (eldiario.es, 02.10.2026).
Donnerstag, 1. Oktober 2026
- Madrid, Puerta del Sol: Isabel Díaz Ayuso, Präsidentin der Comunidad de Madrid, kündigt an, gerichtliche Eilmaßnahmen zur Räumung des Camps zu beantragen, und bezeichnet es als illegal (Infobae, 01.10.2026).
Montag, 28. September 2026
- Málaga, Plaza de la Constitución: Beginn des Camps für Wohnraum (101TV, 08.10.2026).
Samstag, 26. September 2026
- Nachts, Madrid, Puerta del Sol: Beginn eines Camps, ausgelöst durch die Zwangsräumung von „Maricarmen“, einer 87-jährigen Frau, die seit mehr als 70 Jahren in ihrer Wohnung lebte (Infobae, 01.10.2026; eldiario.es, 02.10.2026).
Mittwoch, 23. September 2026
- Madrid, Zwangsräumung von Maricarmen Abascal: Die 87-Jährige wird aus der Wohnung geräumt, in der sie mehr als 70 Jahre gelebt hatte; ihre Miete war von 500 auf 2.650 Euro gestiegen. Noch am selben Tag kommt sie ins Krankenhaus Gregorio Marañón. Ihre Räumung löst die landesweite Protestwelle für Wohnraum aus (EFE über ABC Color, 08.10.2026). Ergänzt am 9. Oktober: Die Wohnung lag laut Telemadrid in der Calle Alcalde Sainz de Baranda; eingeliefert wurde sie notfallmäßig wegen akuter Angst und Erschöpfung (Telemadrid, 07.10.2026).
Wo wurde in Spanien demonstriert, und wie viele Menschen kamen?
| Stadt | Datum und Uhrzeit | Ort | Teilnehmende (Quelle) |
|---|---|---|---|
| Madrid | Do., 8. Okt., abends | Vom Camp an der Puerta del Sol zur früheren Wohnung von Maricarmen Abascal (Sainz de Baranda 46), 4 km | Rund 20.000 laut Presse (El Español, 08.10.2026) |
| Valencia | Sa., 3. Okt., 11 Uhr | Porta de la Mar bis Palau de les Arts | 6.000 laut Delegación del Gobierno; keine Zahl der Veranstalter veröffentlicht |
| Madrid | Sa., 3. Okt., 12 Uhr | In unseren Quellen nicht genannt | 70.000 laut Delegación del Gobierno; 500.000 laut Sindicato de Inquilinas |
| Barcelona | Mo., 5. Okt. (ursprünglich für Sa., 3. Okt., 18 Uhr angekündigt; wegen roter Unwetterwarnung verschoben) | Ursprünglich angekündigt: Plaça d'Espanya | 120.000 laut Sindicat de Llogateres; 20.000 laut Ajuntament de Barcelona (CNN Español, Infobae/EFE, 05.10.2026) |
| Sevilla | Sa., 3. Okt., 19 Uhr | Setas de la Encarnación | In unseren Quellen nicht genannt |
| Granada | Sa., 3. Okt., 19 bis 22 Uhr | In unseren Quellen nicht genannt | 10.000 bis 12.000 je nach Quelle (Policía Nacional und Policía Local; eldiario.es, Infobae, 04.10.2026) |
| Oviedo | Sa., 3. Okt., abends | In unseren Quellen nicht genannt | Etwas mehr als 500 bei der Solidaritätskundgebung (Infobae, 04.10.2026) |
| Bilbao | So., 4. Okt., 12 Uhr | Plaza Elíptica | Angekündigt |
| Oviedo | So., 4. Okt., Uhrzeit nicht überprüft | Route nicht überprüft | Angekündigt (Infobae, 04.10.2026) |
Aufgerufen wurde auch in Málaga, Saragossa, Palma, Valladolid, A Coruña und Santiago de Compostela, ohne genaue Uhrzeiten in unseren Quellen. Insgesamt waren es mehr als 50 Städte laut der Confederación de Sindicatos de Inquilinas, dem Dachverband der Mietergewerkschaften (Tercera Información, 03.10.2026). Nach dem Tod von Maricarmen Abascal haben Wohnungsinitiativen für Freitag, 9. Oktober 2026, zu einer weiteren Demonstration unter dem Motto „La vivienda nos cuesta la vida“ aufgerufen; Orte und Uhrzeiten nennt unsere Quelle nicht (101TV, 08.10.2026). Bereits am Abend des 8. Oktober zogen in Madrid laut Presse rund 20.000 Menschen auf Aufruf des Sindicato de Inquilinas von der Puerta del Sol zu ihrer früheren Wohnung (El Español, 08.10.2026).
Warum zwei Zahlen für Madrid? Die Delegación del Gobierno und die Mietergewerkschaft haben jeweils eigene Schätzungen veröffentlicht. Der Abstand ist groß, deshalb nennen wir beide nebeneinander, statt uns für eine zu entscheiden. Dasselbe gilt für Granada, wo Policía Nacional und Policía Local unterschiedliche Zahlen genannt haben, und für Barcelona, wo Sindicat de Llogateres und Stadtverwaltung voneinander abweichen.
Neben den Demonstrationen gibt es inzwischen Camps an mehreren Orten: in Valencia auf der Plaza del Ayuntamiento (seit 3. Oktober, am 6. Oktober nach eigenen Angaben etwa 400 Zelte und 600 Menschen), in Granada vor dem Kongresspalast (seit 3. Oktober, am 6. Oktober mehr als 100 Zelte), in Oviedo (angekündigt am 2. Oktober) und in Madrid an der Puerta del Sol (seit der Nacht vom 26. September, am 7. Oktober mehr als 1.000 Zelte laut Madrid Actual, am 8. Oktober mehr als 1.200 Zelte laut EFE, am 9. Oktober mehr als 2.000 Zelte laut MDZ Online) (Infobae, eldiario.es, 01. bis 04.10.2026; Moncloa.com, Última Hora, 06.10.2026; Madrid Actual, 07.10.2026; EFE über ABC Color, 08.10.2026; MDZ Online, 09.10.2026). Hinzugekommen sind laut Moncloa.com Camps in Sevilla (Plaza de la Encarnación, mehr als 120 Zelte, 250 bis 300 Menschen pro Nacht) und Málaga (Plaza de la Constitución, etwa 150 Zelte); in Almería und Córdoba gibt es Kundgebungen, aber kein dauerhaftes Camp (Moncloa.com, 06.10.2026). Das Camp in Málaga besteht laut 101TV seit dem 28. September und wird am Sonntag, 11. Oktober, aufgelöst, um die Kräfte auf den Generalstreik zu konzentrieren (101TV, 08.10.2026).
| Stadt | Ort | Seit | Größe (Quelle) |
|---|---|---|---|
| Madrid | Puerta del Sol, inzwischen auch Calle Preciados und Calle Arenal | Nacht vom 26. Sept. | Mehr als 2.000 Zelte (MDZ Online, 09.10.2026); Korrektur: zuvor gemeldet mehr als 1.200 Zelte (EFE über ABC Color, 08.10.2026) und davor mehr als 1.000 Zelte (Madrid Actual, 07.10.2026); bis 7. Okt. hatten wir hier keine Zahl („in unseren Quellen nicht beziffert“). Räumung zweimal vom TSJ Madrid abgelehnt (Infobae/EFE, 07.10.2026) und von der Delegación del Gobierno abgelehnt (Infobae, 07.10.2026) |
| Valencia | Plaza del Ayuntamiento | 3. Okt. | Etwa 400 Zelte und 600 Menschen nach Angaben des Camps (Última Hora, 06.10.2026); zuvor gemeldet: mehr als 250 Menschen, mehr als 100 Zelte (valenciaplaza.com, 04.10.2026). Mascletà zum 9. Oktober wegen des Camps ausgesetzt (ValenciaPlaza/COPE, 08.10.2026) |
| Granada | Vor dem Palacio de Congresos | 3. Okt. | Mehr als 100 Zelte (Moncloa.com, 06.10.2026) |
| Sevilla | Plaza de la Encarnación | In unseren Quellen nicht genannt | Mehr als 120 Zelte, 250 bis 300 Menschen pro Nacht (Moncloa.com, 06.10.2026) |
| Málaga | Plaza de la Constitución | 28. Sept. (101TV, 08.10.2026); bis 8. Okt. hier „in unseren Quellen nicht genannt“ | Etwa 150 Zelte (Moncloa.com, 06.10.2026); Auflösung für So., 11. Okt., angekündigt (101TV, 08.10.2026) |
| Oviedo | In unseren Quellen nicht genannt | Angekündigt am 2. Okt. | In unseren Quellen nicht beziffert (Infobae, 02. und 04.10.2026) |
Warum wird protestiert? Die Wohnungskrise in Spanien, aus Sicht von Valencia
In Spanien spricht man von der „crisis de la vivienda“, der Wohnungskrise. Um sie geht es bei diesem Protest. Organisiert wurde der Zug in Valencia von vier Gruppen: dem Sindicat de Llogateres de València (Mietergewerkschaft), dem Sindicat d'Habitatge de València (Wohnungsgewerkschaft), Entrebarris (ein Netzwerk von Nachbarschaftsinitiativen) und der Plataforma de Afectados por la Hipoteca (PAH), einer Bewegung von Menschen, die durch ihre Hypothek in Not geraten sind (El Periódico de Aquí, 03.10.2026).
Die Losungen lauteten „Pel dret a l'habitatge“ (für das Recht auf Wohnen, auf Valencianisch) und „Por el derecho a la vivienda, fuera especuladores y rentistas“ (für das Recht auf Wohnen, weg mit Spekulanten und Rentiers). Ein weiterer Ruf, „Ni una Maricarmen ni una Olga más“ (keine einzige Maricarmen und keine Olga mehr), erinnert an Maricarmen, eine Rentnerin, die von einem Investmentfonds aus ihrer Wohnung geräumt wurde und landesweit zum Symbol der Bewegung geworden ist (El Periódico de Aquí, 03.10.2026). Laut Infobae war sie 87 Jahre alt und lebte seit mehr als 70 Jahren in dieser Wohnung in Madrid; ihre Räumung löste das Camp an der Puerta del Sol aus (Infobae, 01.10.2026). Laut EFE hieß sie mit vollem Namen Maricarmen Abascal; sie wurde am 23. September geräumt, nachdem ihre Miete von 500 auf 2.650 Euro gestiegen war, kam noch am selben Tag ins Krankenhaus Gregorio Marañón und ist dort am Mittwoch, 7. Oktober, gestorben. Eine Einigung über ihre Rückkehr in die Wohnung nach der Entlassung war gefunden worden, kam aber zu spät (EFE über ABC Color, CNN Español, Infobae, 07./08.10.2026). Laut Telemadrid lag die Wohnung in der Calle Alcalde Sainz de Baranda, und sie war wegen akuter Angst und Erschöpfung notfallmäßig eingeliefert worden (Telemadrid, 07.10.2026).
Die Route hatte auch ein symbolisches Ziel: den Valencia Real Estate Summit 2026, eine Fachmesse der Immobilienbranche, die am selben Tag von 10 bis 20 Uhr im Palau de les Arts stattfand. Die Zahl „über 1.000 Teilnehmende“, die dir vielleicht begegnet, bezieht sich auf diese Messe und nicht auf die Demonstration (El Periódico de Aquí, 03.10.2026).
Mietpreise Valencia 2026: Was sagen die Zahlen?
Laut dem Immobilienportal Idealista lag die durchschnittliche Angebotsmiete in der Stadt Valencia im Juli 2026 bei 16,3 € pro m² und Monat. Für eine 70-m²-Wohnung sind das gut 1.140 € Miete im Monat (eigene Rechnung).
| Gebiet | Durchschnittsmiete | Zeitraum | Veränderung zum Vorjahr |
|---|---|---|---|
| Stadt Valencia | 16,3 €/m²/Monat | Juli 2026 | Hier nicht angegeben |
| Comunitat Valenciana (Region) | 13,2 €/m²/Monat | September 2026 | +6,0 % |
| Spanien | 15,1 €/m²/Monat | September 2026 | +5,6 % |
Die Stadt liegt damit über dem Schnitt ihrer eigenen Region und über dem spanischen Durchschnitt. Der Idealista-Bericht vom 1. Oktober 2026 meldet allerdings einen leichten Rückgang der Mieten in der Region im letzten Quartal. Ein vollständiges Monatsbudget nach Stadtvierteln findest du in unserem Ratgeber zu den Lebenshaltungskosten in Valencia 2026.
Kaufpreise Valencia 2026: Und wenn du kaufen willst?
Die Zahlen, die unsere Redaktion bisher geprüft hat, betreffen Mieten. Die Kaufpreise pro m² (von Idealista, Fotocasa, dem Statistikamt INE, den Grundbuchämtern Registradores und dem Wohnungsministerium) ergänzen wir mit Datum und Quelle bei der nächsten Aktualisierung.
Was wird gefordert, und was wurde entschieden?
Worüber hat das spanische Parlament am 2. Oktober 2026 abgestimmt?
| Dekret | Dagegen | Dafür | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Räumungsverbot für schutzbedürftige Haushalte | 178 | 172 | Abgelehnt |
| Verlängerung der Mietverträge, die 2026 auslaufen | 184 | 166 | Abgelehnt |
Dagegen stimmten PP, Vox, Junts und UPN (Moncloa.com, 02.10.2026). Die genauen Begründungen der einzelnen Parteien hat unsere Redaktion noch nicht überprüft; sie folgen mit der nächsten Aktualisierung.
Was ist seit der Abstimmung passiert: Neuwahlen und neue Dekrete?
Ministerpräsident Pedro Sánchez hat nach der Ablehnung der beiden Dekrete die Cortes aufgelöst und vorgezogene Parlamentswahlen für den 29. November 2026 angesetzt (Vozpopuli, El Español, 05.10.2026). Am 6. Oktober hat die Regierung die beiden Dekrete mit kleineren Änderungen erneut beschlossen. Weil die Cortes aufgelöst sind, müssen die Texte nun die Diputación Permanente passieren, ein Gremium des Parlaments, das nach der Auflösung weiterarbeitet; die Opposition hält dieses Verfahren rechtlich für anfechtbar (MDZ/EFE, 06.10.2026). Den genauen Wortlaut der neuen Fassungen und den Termin ihrer Behandlung hat unsere Redaktion noch nicht überprüft. Am 7. Oktober wurde zudem der Generalstreik für Wohnraum auf Mittwoch, 11. November 2026, festgelegt, zwei Tage vor dem offiziellen Wahlkampfbeginn (que.es, 07.10.2026).
Wer sagt was?
- Spanische Regierung: Nach der Abstimmung sagte Wohnungsministerin Isabel Rodríguez an die Adresse der rechten Parteien „Han decidido ustedes ser la peor derecha de toda Europa“ (Sie haben sich entschieden, die schlechteste Rechte in ganz Europa zu sein) und kündigte an, ihre Regierung „continuará luchando“ (werde weiterkämpfen) (cronista.com, 02./03.10.2026). Ministerpräsident Pedro Sánchez hat inzwischen Neuwahlen für den 29. November angesetzt (Vozpopuli, El Español, 05.10.2026), und die Regierung hat die Dekrete am 6. Oktober erneut beschlossen (MDZ/EFE, 06.10.2026). Nach dem Tod von Maricarmen Abascal sprach Sánchez ihrer Familie auf X sein Beileid aus (EFE über ABC Color, 08.10.2026).
- Delegación del Gobierno in der Comunitat Valenciana: Delegada Pilar Bernabé schloss am 7. Oktober eine erzwungene Räumung des Camps auf der Plaza del Ayuntamiento durch die Polizei zum 9. Oktober aus, weil die Voraussetzungen an Sicherheit und gesellschaftlichem Zusammenleben für einen Zwangseinsatz nicht gegeben seien (Moncloa.com, 07.10.2026). Die Delegación bestätigte zudem einen gemeinsamen Einsatz von Policía Nacional und Policía Local am 9. Oktober, damit Feierlichkeiten und Camp nebeneinander stattfinden können; eine Verlegung des Camps lehnte Bernabé ab (Vozpópuli, 07.10.2026). Am 8. Oktober erklärte die Delegación die Mascletà zum 9 d'Octubre für unvereinbar mit dem Camp und ließ sie aussetzen (ValenciaPlaza/COPE, 08.10.2026).
- Delegación del Gobierno in Madrid: lehnte am 7. Oktober Ayusos Antrag auf Auflösung des Camps an der Puerta del Sol ab; die Abogacía del Estado warnte, körperlicher Zwang gegen die Campierenden könne gewaltsame Zwischenfälle und Sachschäden auslösen und mehr Sicherheitsprobleme schaffen, als er löse (Infobae, 07.10.2026).
- Opposition: bestreitet die Rechtmäßigkeit des Weges über die Diputación Permanente (MDZ/EFE, 06.10.2026).
- Sindicato de Inquilinas: Valeria Racu, Sprecherin in Madrid, rechnet „pronto“ (bald) mit einem Generalstreik und spricht von laufenden Gesprächen mit den großen Gewerkschaften (Infobae, Moncloa.com, 03.10.2026). Am 5. Oktober schlug die Organisation Mittwoch, 11. November, als Streiktag vor (Infobae/EFE, 05.10.2026); am 7. Oktober wurde dieses Datum gemeinsam mit den Gewerkschaften festgelegt (que.es, 07.10.2026). Das Camp in Valencia unterstützt die Organisation, organisiert es aber nicht (Infobae/EFE, 04.10.2026). Nach dem Tod von Maricarmen Abascal rief sie für den Abend des 8. Oktober zu einem Marsch von der Puerta del Sol zu deren früherer Wohnung auf, an dem laut Presse rund 20.000 Menschen teilnahmen (El Español, 08.10.2026).
- CCOO und UGT (Gewerkschaften): kündigten am 5. Oktober offiziell einen 24-stündigen Generalstreik für diesen Herbst an, zu Wohnen und Löhnen (Infobae/EFE, 05.10.2026). Am 7. Oktober einigten sie sich mit CGT, der Confederación de Sindicatos de Inquilinas (darunter das Sindicat de Llogateres) sowie weiteren kleineren Gewerkschaften und Mieterplattformen auf Mittwoch, 11. November 2026; es ist ihr erster gemeinsamer Generalstreik seit 2012 (que.es, 07.10.2026).
- Sindicat de Llogateres (Barcelona): nennt 120.000 Teilnehmende bei der Demonstration vom 5. Oktober, die Stadtverwaltung 20.000 (CNN Español, Infobae/EFE, 05.10.2026).
- Camp in Valencia: erklärte am 6. Oktober, es befürchte einen geplanten Repressions- oder Räumungsversuch am 8. Oktober, rief zur Solidarität auf und schloss eine gewaltsame Antwort seinerseits aus (Última Hora, 06.10.2026).
- Camps in Granada, Málaga und Sevilla: Ihre Versammlungen beschlossen am 5. Oktober zu bleiben; die Forderungen seien durch die Ausrufung von Neuwahlen nicht erledigt (Última Hora, 05.10.2026).
- Un Techo por Derecho (Málaga): Sprecherin Rosa Galindo kündigte am 8. Oktober an, das Camp auf der Plaza de la Constitución am Sonntag, 11. Oktober, aufzulösen, um die Kräfte auf die Vorbereitung des Generalstreiks vom 11. November zu konzentrieren (101TV, 08.10.2026).
- Wohnungsinitiativen: rufen nach dem Tod von Maricarmen Abascal für Freitag, 9. Oktober, zu einer Demonstration unter dem Motto „La vivienda nos cuesta la vida“ (Wohnen kostet uns das Leben) auf (101TV, 08.10.2026).
- CEOE (Arbeitgeberverband): hält den angekündigten Streik für rechtswidrig (que.es, 03.10.2026).
- Comunidad de Madrid: Präsidentin Isabel Díaz Ayuso (PP) bezeichnete das Camp an der Puerta del Sol am 1. Oktober als illegal und kündigte an, gerichtliche Eilmaßnahmen zu seiner Räumung zu beantragen (Infobae, 01.10.2026). Die zuständige Richterin verwies den Fall am 2. Oktober an das Tribunal Superior de Justicia de Madrid (eldiario.es, 02.10.2026). Dieses lehnte den Eilantrag am 5. und erneut am 7. Oktober ab (Infobae/EFE, 07.10.2026); am 7. Oktober lehnte auch die Delegación del Gobierno in Madrid ihren Antrag ab (Infobae, 07.10.2026).
- PP im Regionalparlament (Corts Valencianes): Nieves Martínez, stellvertretende Sprecherin der PP-Fraktion, sagte „La izquierda radical siembra la violencia en las calles de València“ (die radikale Linke sät Gewalt auf den Straßen von València), „Quienes de verdad defienden la vivienda no atacan a quienes trabajan por garantizar la seguridad“ (wer sich wirklich für Wohnraum einsetzt, greift nicht diejenigen an, die für Sicherheit sorgen) und „La violencia no es una reivindicación“ (Gewalt ist keine Forderung) (Última Hora, 03.10.2026).
- Podemos: Generalsekretärin Ione Belarra verlangt Aufklärung über die Befehle an die Polizei; María Teresa Pérez, Regionalkoordinatorin von Podem in der Comunitat Valenciana, sagte „aquesta violència no ens va a frenar“ (diese Gewalt wird uns nicht aufhalten) und rief zum Generalstreik auf (ValenciaNews, 03.10.2026).
- Regionalregierung (Generalitat Valenciana) und Stadt Valencia (Ajuntament): Von Regionalpräsident Pérez Llorca und Bürgermeisterin María José Catalá hatten wir in den bis zum 7. Oktober 2026, 18:24 Uhr, ausgewerteten Quellen keine öffentliche Stellungnahme gefunden. Inzwischen bekannt: Catalá hält an den Feierlichkeiten zum 9. Oktober auf der Plaza del Ayuntamiento fest, einschließlich der Mascletà, ohne sie zu verlegen (Moncloa.com, 07.10.2026), und die Stadtverwaltung hat angedeutet, wegen der für den 8. Oktober angekündigten Gegenkundgebung ein Gericht anzurufen (elperiodic.com, 07.10.2026). Nachdem die Delegación del Gobierno die Mascletà am 8. Oktober aussetzen ließ, erwägt die Stadt (Catalá, über den Sicherheitsstadtrat Jesús Carbonell) eine Klage gegen diese Entscheidung (ValenciaPlaza/COPE, 08.10.2026). Von Pérez Llorca liegt uns weiterhin keine Stellungnahme vor.
Was bedeutet das für dich, wenn du in Valencia lebst oder hinziehen willst?
Stand 4. Oktober 2026 wurde im Zusammenhang mit diesen Protesten keine einzige neue Regel beschlossen. Stand 7. Oktober: Die Regierung hat die beiden abgelehnten Dekrete am 6. Oktober mit kleineren Änderungen erneut beschlossen; sie müssen nun die Diputación Permanente passieren, und die Opposition bestreitet dieses Verfahren (MDZ/EFE, 06.10.2026). Am 29. November 2026 wird zudem ein neues Parlament gewählt (Vozpopuli, El Español, 05.10.2026), und für Mittwoch, 11. November 2026, ist ein landesweiter Generalstreik angesetzt (que.es, 07.10.2026). So sieht es je nach deiner Situation aus.
Wenn du in Valencia zur Miete wohnst
Das Dekret, das 2026 auslaufende Mietverträge verlängern sollte, ist am 2. Oktober im Parlament gescheitert (Moncloa.com). Die Regierung hat es am 6. Oktober mit kleineren Änderungen erneut beschlossen; es muss nun die Diputación Permanente passieren (MDZ/EFE, 06.10.2026). Ob und ab wann diese Verlängerung für deinen Vertrag gilt, haben wir im Wortlaut noch nicht überprüft. Läuft dein Mietvertrag dieses Jahr aus, lass deine Lage am besten von einem Anwalt oder einer Mieterberatung vor Ort prüfen. Praktische Tipps zur Wohnungssuche findest du in unserem Ratgeber Wohnung mieten in Valencia.
Wenn du aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz kaufen willst: Ändert sich etwas?
Derzeit nicht. Die beiden am 2. Oktober abgelehnten und am 6. Oktober erneut beschlossenen Dekrete betreffen Räumungen und Mietverträge, nicht den Kauf von Wohneigentum. In keinem der Texte und keiner der Stellungnahmen, die wir bis zum 7. Oktober 2026 ausgewertet haben, findet sich eine Maßnahme, die sich gezielt an ausländische Käufer richtet.
Wenn du vermietest
Das Dekret mit einem Räumungsverbot für schutzbedürftige Haushalte wurde am 2. Oktober abgelehnt (178 Gegenstimmen, 172 Jastimmen) und am 6. Oktober von der Regierung mit kleineren Änderungen erneut beschlossen; es muss nun die Diputación Permanente passieren (MDZ/EFE, 06.10.2026). Die Losungen der Demonstrierenden richten sich ausdrücklich gegen „especuladores y rentistas“ (Spekulanten und Rentiers). CCOO und UGT hatten am 5. Oktober einen Generalstreik für diesen Herbst angekündigt, damals ohne bestätigtes Datum (Infobae/EFE, 05.10.2026); am 7. Oktober wurde er auf Mittwoch, 11. November 2026, festgelegt (que.es, 07.10.2026). Zahlen zu Mietrenditen in Valencia findest du in unserem Artikel zum Vermieten einer Immobilie in Valencia; er ersetzt keine individuelle Beratung.
Wenn du eine Ferienwohnung vermietest
Keines der beiden Dekrete, die dem Parlament am 2. Oktober vorlagen, betraf kurzzeitige oder touristische Vermietung. Die am 6. Oktober erneut beschlossenen Fassungen enthalten laut MDZ/EFE nur kleinere Änderungen; ihren Wortlaut haben wir noch nicht geprüft. Stand 7. Oktober 2026 ist uns keine geänderte Regel für Ferienvermietung in diesem Zusammenhang bekannt.
Ist Valencia eine „zona tensionada“?
Ob Valencia als „zona de mercado residencial tensionado“ ausgewiesen ist, also als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt (ein Begriff, den Leser aus Deutschland von der Mietpreisbremse kennen dürften), verfolgen wir, haben dafür aber noch keine amtliche Quelle geprüft. Die Antwort folgt hier mit Datum und Quelle, sobald sie bestätigt ist.
Häufige Fragen
Warum gibt es in Valencia einen Wohnungsprotest?
Aus Protest gegen hohe Mieten und Wohnungspreise. Die Demonstration vom 3. Oktober 2026 wurde vom Sindicat de Llogateres de València, dem Sindicat d'Habitatge de València, Entrebarris und der PAH organisiert, unter dem Motto „Pel dret a l'habitatge“ (für das Recht auf Wohnen), einen Tag nachdem das Parlament zwei Wohnungsdekrete der Regierung abgelehnt hatte.
Wer war Maricarmen Abascal, und warum ist sie ein Symbol der Proteste?
Maricarmen Abascal war eine 87-jährige Frau aus Madrid, die am 23. September 2026 aus der Wohnung in der Calle Alcalde Sainz de Baranda geräumt wurde, in der sie mehr als 70 Jahre gelebt hatte; ihre Miete war von 500 auf 2.650 Euro gestiegen. Ihre Räumung löste die landesweite Protestwelle für Wohnraum aus. Sie lag seit dem Tag der Räumung, nach einer Notaufnahme wegen akuter Angst und Erschöpfung, im Krankenhaus Gregorio Marañón und ist dort am Mittwoch, 7. Oktober 2026, gestorben, ohne nach Hause zurückgekehrt zu sein; eine Einigung über ihre Rückkehr in die Wohnung kam laut EFE zu spät. Pedro Sánchez sprach der Familie auf X sein Beileid aus (EFE über ABC Color, CNN Español, Infobae, Telemadrid, 07./08.10.2026). Am Abend des 8. Oktober zogen laut Presse rund 20.000 Menschen auf Aufruf des Sindicato de Inquilinas von der Puerta del Sol zu ihrer früheren Wohnung (El Español, 08.10.2026). Für Freitag, 9. Oktober, haben Wohnungsinitiativen daraufhin zu einer Demonstration unter dem Motto „La vivienda nos cuesta la vida“ aufgerufen (101TV, 08.10.2026).
Wie viele Menschen waren beim Wohnungsprotest in Valencia am 3. Oktober 2026?
6.000 Menschen laut Delegación del Gobierno (Zahl von ValenciaNews am 3. Oktober 2026 berichtet). Die Veranstalter in Valencia hatten in den ausgewerteten Quellen keine eigene Zahl veröffentlicht.
Wie viele Festnahmen gab es nach der Demonstration in Valencia?
5 Festnahmen laut Infobae/EFE vom 4. Oktober 2026, nach Würfen von Absperrgittern, Pflastersteinen und Pyrotechnik am Palau de les Arts; 9 Polizisten wurden verletzt. Am 3. Oktober hatte ValenciaNews zunächst 1 Festnahme gemeldet, diese Zahl haben wir am 4. Oktober korrigiert. Am 5. Oktober wurden die 5 Festgenommenen der Richterin vorgeführt und vorläufig freigelassen, ohne Sicherungsmaßnahmen; die Ermittlungen wegen Störung der öffentlichen Ordnung, Sachbeschädigung, Angriffs und Körperverletzung laufen weiter (El Debate, Infobae, 05.10.2026).
Gibt es ein Protestcamp in Valencia?
Ja, auf der Plaza del Ayuntamiento, seit dem Abend des 3. Oktober 2026. Am Sonntagabend, 4. Oktober, zählte es mehr als 250 Menschen und mehr als 100 Zelte (valenciaplaza.com). Am 6. Oktober gab das Camp selbst etwa 400 Zelte und 600 Menschen an (Última Hora, 06.10.2026); eine unabhängige Zählung dieser Größe liegt uns nicht vor. Die Versammlung hat beschlossen, „unbefristet“ zu bleiben; das Camp ist spontan entstanden und wird vom Sindicato de Inquilinas unterstützt, aber nicht organisiert (Infobae/EFE, 04.10.2026). Camps gibt es außerdem in Madrid (mehr als 2.000 Zelte am 9. Oktober laut MDZ Online; zuvor gemeldet mehr als 1.200 Zelte am 8. Oktober laut EFE und mehr als 1.000 Zelte am 7. Oktober laut Madrid Actual), Granada, Sevilla, Málaga (Auflösung für den 11. Oktober angekündigt, laut 101TV) und Oviedo (siehe Tabelle oben).
Wird das Camp in Valencia vor dem 9. Oktober geräumt?
Nach dem Stand vom 7. Oktober 2026 nicht durch die Polizei: Die Delegada del Gobierno Pilar Bernabé hat eine erzwungene Räumung zum 9. Oktober ausgeschlossen, weil die Voraussetzungen an Sicherheit und gesellschaftlichem Zusammenleben nicht gegeben seien. Bürgermeisterin María José Catalá hält an den Feierlichkeiten zum 9. Oktober, darunter die Mascletà, fest und verlegt sie nicht (Moncloa.com, 07.10.2026). Die Delegación del Gobierno hat für den 9. Oktober einen gemeinsamen Einsatz von Policía Nacional und Policía Local bestätigt, damit Feierlichkeiten und Camp nebeneinander stattfinden können; mehrere Medien berichten, die Mascletà könne nicht gezündet werden, wenn die Protestierenden den Platz der Pyrotechniker belegen, nachdem Bernabé eine Verlegung des Camps abgelehnt hat (Vozpópuli, 07.10.2026). Das Camp hatte am 6. Oktober erklärt, es befürchte für den 8. Oktober einen Räumungsversuch (Última Hora, 06.10.2026). Für den 8. Oktober um 18 Uhr ist zudem eine Gegenkundgebung einer rechtsextremen Gruppe auf demselben Platz angekündigt (elperiodic.com, 07.10.2026). Ergänzt am 9. Oktober: Das Camp wurde nicht geräumt. Die Delegación del Gobierno ließ stattdessen die Mascletà aussetzen, wogegen die Stadt eine Klage erwägt (ValenciaPlaza/COPE, 08.10.2026). Die Procesión Cívica am 9. Oktober fand ohne Mascletà und ohne größere Zwischenfälle statt, auf der abgeriegelten Plaza del Ayuntamiento und mit rund 500 zusätzlichen Beamten (Actualidad Valencia, 09.10.2026).
Gibt es in Spanien einen Generalstreik für Wohnraum, und wann?
Ja, am Mittwoch, 11. November 2026. Das Datum wurde am 7. Oktober von CCOO, UGT, CGT, der Confederación de Sindicatos de Inquilinas (darunter das Sindicat de Llogateres) sowie weiteren kleineren Gewerkschaften und Mieterplattformen festgelegt. Es ist der erste gemeinsame Generalstreik von CCOO und UGT seit 2012, zwei Tage vor dem offiziellen Wahlkampfbeginn für die Wahl am 29. November (que.es, 07.10.2026). Zuvor: Am 4. Oktober 2026 stand kein Datum fest; am 5. Oktober kündigten CCOO und UGT einen 24-stündigen Generalstreik zu Wohnen und Löhnen an, und das Sindicato de Inquilinas schlug den 11. November vor, der damals noch nicht bestätigt war (Infobae/EFE, 05.10.2026). Der Arbeitgeberverband CEOE hatte den Streik bereits am 3. Oktober für rechtswidrig erklärt (que.es).
Warum gibt es am 29. November 2026 Neuwahlen in Spanien?
Ministerpräsident Pedro Sánchez hat die Cortes aufgelöst und vorgezogene Parlamentswahlen für den 29. November 2026 angesetzt, nachdem der Congreso am 2. Oktober seine beiden Wohnungsdekrete abgelehnt hatte (Vozpopuli, El Español, 05.10.2026). Die Camps in Granada, Málaga und Sevilla haben beschlossen, trotzdem zu bleiben (Última Hora, 05.10.2026).
Was hat das spanische Parlament im Oktober 2026 zum Wohnen beschlossen?
Am 2. Oktober 2026 lehnte der Congreso de los Diputados zwei Dekrete der Regierung ab: ein Räumungsverbot für schutzbedürftige Haushalte (178 dagegen, 172 dafür) und die Verlängerung von Mietverträgen, die 2026 auslaufen (184 dagegen, 166 dafür). PP, Vox, Junts und UPN stimmten dagegen, laut Moncloa.com. Am 6. Oktober beschloss die Regierung beide Dekrete mit kleineren Änderungen erneut; sie müssen nun die Diputación Permanente passieren, was die Opposition rechtlich bestreitet (MDZ/EFE, 06.10.2026).
Wie hoch sind die Mietpreise in Valencia 2026?
Laut Idealista lag die Durchschnittsmiete in der Stadt Valencia im Juli 2026 bei 16,3 € pro m² und Monat, also gut 1.140 € im Monat für eine 70-m²-Wohnung. Der Schnitt der Comunitat Valenciana lag im September 2026 bei 13,2 € pro m² (+6,0 % zum Vorjahr), gegenüber 15,1 € für ganz Spanien.
Sinken die Immobilienpreise in Valencia?
Keine der ausgewerteten Quellen sagt sinkende Preise voraus. Die jüngsten Zahlen zeigen hohe Mieten: 16,3 € pro m² und Monat in der Stadt Valencia im Juli 2026 laut Idealista und 13,2 € pro m² in der Comunitat Valenciana im September 2026 (+6,0 % zum Vorjahr), mit einem leichten Rückgang in der Region im letzten Quartal.
Lohnt sich eine Immobilie in Valencia 2026?
Anlageberatung geben wir nicht. Was wir am 9. Oktober 2026 sagen können: Es wurde keine Maßnahme beschlossen, die sich gezielt gegen den Wohnungskauf durch Ausländer richtet; die am 2. Oktober abgelehnten und am 6. Oktober erneut beschlossenen Dekrete betreffen Räumungen und Mietverträge; am 29. November 2026 wird ein neues Parlament gewählt; und für den 11. November 2026 ist ein Generalstreik für Wohnraum angesetzt (que.es, 07.10.2026).
Sind die Wohnungsproteste ein Problem, wenn ich nach Valencia reise?
Die Demonstration vom 3. Oktober 2026 folgte einer angekündigten Route von der Porta de la Mar zum Palau de les Arts, und die gemeldeten Zusammenstöße fanden am Ende dieser Route statt. Stand 8. Oktober 2026, 08:41 Uhr, nannten unsere Quellen keinen neuen Termin für eine Wohnungsdemonstration in Valencia. Ergänzt um 18:41 Uhr: Für Freitag, 9. Oktober, haben Wohnungsinitiativen nach dem Tod von Maricarmen Abascal zu einer Demonstration aufgerufen; ob und wo sie in Valencia stattfindet, nennt unsere Quelle nicht (101TV, 08.10.2026). Beachte aber: Seit dem 3. Oktober campieren Protestierende auf der Plaza del Ayuntamiento im Zentrum (mehr als 250 Menschen am Abend des 4. Oktober laut valenciaplaza.com, etwa 600 Menschen am 6. Oktober nach Angaben des Camps laut Última Hora). Für Donnerstag, 8. Oktober, 18 Uhr, ist auf demselben Platz eine Gegenkundgebung einer rechtsextremen Gruppe angekündigt (elperiodic.com, 07.10.2026). Auf diesem Platz finden auch die offiziellen Feierlichkeiten zum 9. Oktober statt, dem Feiertag der Comunitat Valenciana; die Bürgermeisterin hält an ihnen einschließlich der Mascletà fest, und die Delegación del Gobierno hat eine erzwungene Räumung des Camps zu diesem Tag ausgeschlossen (Moncloa.com, 07.10.2026). Am 9. Oktober sind Policía Nacional und Policía Local gemeinsam im Einsatz; laut mehreren Medien kann die Mascletà ausfallen, wenn das Camp den nötigen Platz belegt (Vozpópuli, 07.10.2026). Ergänzt am 9. Oktober: Die Mascletà wurde von der Delegación del Gobierno ausgesetzt (ValenciaPlaza/COPE, 08.10.2026). Die Procesión Cívica verlief ohne größere Zwischenfälle; die Plaza del Ayuntamiento war abgeriegelt, mit rund 500 zusätzlichen Beamten und mindestens 13 Einsatzwagen der Policía Nacional (Actualidad Valencia, 09.10.2026). Der landesweite Generalstreik ist für Mittwoch, 11. November 2026, festgelegt (que.es, 07.10.2026); bis zum 7. Oktober war dieses Datum nur vorgeschlagen (Infobae/EFE, 05.10.2026).
Quellen
Fakten von unserer Redaktion zwischen dem 2. und 9. Oktober 2026 geprüft. Zitate stehen in der Originalsprache, mit unserer deutschen Wiedergabe in Klammern.
- Actualidad Valencia, Bericht über die Procesión Cívica zum 9. Oktober in Valencia ohne Mascletà und den Polizeieinsatz, 09.10.2026: zum Artikel
- MDZ Online, Bericht über die Ausdehnung des Camps an der Puerta del Sol auf mehr als 2.000 Zelte, 09.10.2026: zum Artikel
- ValenciaPlaza, Bericht über die Aussetzung der Mascletà zum 9 d'Octubre wegen des Camps, 08.10.2026 (Fakt ebenfalls bei COPE): zum Artikel
- El Español, Liveticker zu den Reaktionen auf den Tod von Maricarmen Abascal und zum Marsch in Madrid, 08.10.2026: zum Liveticker
- Telemadrid, Bericht über den Tod von Maricarmen Abascal, 07.10.2026: zum Artikel
- ABC Color (über EFE), Bericht über den Tod von Maricarmen Abascal und die Größe des Camps an der Puerta del Sol, 08.10.2026 (Tod ebenfalls bei CNN Español und Infobae berichtet; die Größenangabe wurde am 9. Oktober durch MDZ Online auf mehr als 2.000 Zelte korrigiert): zum Artikel
- 101TV, Bericht über die Auflösung des Camps in Málaga und den Aufruf zur Demonstration am 9. Oktober, 08.10.2026: zum Artikel
- Vozpópuli, Bericht über den Sicherheitseinsatz zum 9. Oktober in Valencia und die Folgen für die Mascletà, 07.10.2026: zum Artikel
- que.es, Bericht über die Festlegung des Generalstreiks für Wohnraum auf den 11. November, 07.10.2026: zum Artikel
- Moncloa.com, Bericht über das Wohnungscamp in Valencia und den 9. Oktober (Stellungnahme von Pilar Bernabé, Haltung von María José Catalá), 07.10.2026: zum Artikel
- Infobae, Bericht über die Ablehnung der Räumung des Camps an der Puerta del Sol durch die Delegación del Gobierno in Madrid, 07.10.2026: zum Artikel
- Madrid Actual, Bericht über die Ausdehnung des Camps an der Puerta del Sol, 07.10.2026 (die Größenangabe wurde am 8. Oktober durch EFE auf mehr als 1.200 Zelte und am 9. Oktober durch MDZ Online auf mehr als 2.000 Zelte korrigiert): zum Artikel
- elperiodic.com, Bericht über die angekündigte Gegenkundgebung gegen das Camp in Valencia, 07.10.2026: zum Artikel
- Última Hora, Bericht über das Camp in Valencia (Größe nach eigenen Angaben, Befürchtungen für den 8. Oktober), 06.10.2026: zum Artikel
- Infobae/EFE, Bericht über die zweite Ablehnung der Räumung des Camps an der Puerta del Sol durch die Justiz, 07.10.2026: zum Artikel
- MDZ (über EFE), Bericht über die erneute Verabschiedung der Wohnungsdekrete durch die Regierung, 06.10.2026: zum Artikel
- Moncloa.com, Bericht über die Wohnungscamps in Andalusien (Sevilla, Málaga, Granada), 06.10.2026: zum Artikel
- El Debate, Bericht über die Freilassung der 5 Festgenommenen von Valencia ohne Sicherungsmaßnahmen, 05.10.2026 (Fakt ebenfalls bei Infobae): zum Artikel
- Vozpopuli, Liveticker zum Auftritt von Pedro Sánchez und zur Ansetzung vorgezogener Wahlen, 05.10.2026 (Fakt ebenfalls bei El Español): zum Liveticker
- CNN Español (über EFE), Bericht über die Wohnungsdemonstration in Barcelona, 05.10.2026 (Fakt ebenfalls bei Infobae/EFE): zum Artikel
- Última Hora, Bericht über den Verbleib der Camps in Granada, Málaga und Sevilla nach der Ankündigung der Neuwahlen, 05.10.2026: zum Artikel
- Infobae/EFE, Bericht über den von den großen Gewerkschaften angekündigten Generalstreik für Wohnraum, 05.10.2026: zum Artikel
- Infobae/EFE, Bericht über die erste Nacht des Wohnungscamps in Valencia, 04.10.2026: zum Artikel
- Infobae/EFE, Bericht über die Festgenommenen in Valencia nach der Wohnungsdemonstration, 04.10.2026: zum Artikel
- valenciaplaza.com, Bericht über das Camp auf der Plaza del Ayuntamiento, 04.10.2026, 21:35 Uhr (die Größenangabe wurde am 8. Oktober durch eine Angabe des Camps vom 6. Oktober ergänzt, laut Última Hora)
- Infobae, Bericht über die Ausweitung der Wohnungsproteste und die Camps in Valencia, Oviedo und Granada, 04.10.2026: zum Artikel
- eldiario.es, Liveticker zu den Wohnungsdemonstrationen und dem Camp an der Puerta del Sol, 04.10.2026: zum Liveticker
- Infobae/EFE, Bericht über die Kundgebung in Oviedo und das angekündigte Camp, 02.10.2026: zum Artikel
- eldiario.es, Bericht über die Weiterleitung von Ayusos Räumungsantrag an das Tribunal Superior de Justicia de Madrid, 02.10.2026: zum Artikel
- Infobae, Bericht über Ayusos Antrag auf gerichtliche Eilmaßnahmen gegen das Camp an der Puerta del Sol, 01.10.2026: zum Artikel
- El Periódico de Aquí, „Valencia se prepara para una protesta contra los precios de la vivienda“, 03.10.2026: zum Artikel
- ValenciaNews, „La protesta por la vivienda termina con cargas, un detenido y nueve agentes heridos en Valencia“, 03.10.2026 (die Zahl der Festnahmen wurde am 4. Oktober durch Infobae/EFE auf 5 korrigiert): zum Artikel
- El Debate, „Manifestación por 'El derecho a la vivienda'“, 03.10.2026: zum Artikel
- Última Hora, „El PP, tras la manifestación por la vivienda en València, acusa a la izquierda de sembrar 'la violencia en las calles'“, 03.10.2026
- Moncloa.com, „El Congreso vota los decretos de vivienda: las claves del no de Junts, PP y Vox y qué pasa después“ und „Vox tumba con PP, Junts y UPN los dos decretos de vivienda del Gobierno en el Congreso“, 02.10.2026: Artikel vom 2. Oktober 2026
- Moncloa.com, „Huelga general vivienda: Sindicato de Inquilinas anuncia...“, 03.10.2026
- Infobae / Moncloa.com, „El Sindicato de Inquilinas dice que la huelga general será 'pronto'“, 03.10.2026
- que.es, „El Sindicato de Inquilinas anuncia una huelga general por la vivienda y la CEOE la tacha de ilegal“, 03.10.2026
- cronista.com, „Isabel Rodríguez... Han decidido ustedes ser la peor derecha de toda Europa“, 02./03.10.2026
- eldiario.es, „Última hora sobre las manifestaciones por la vivienda, en directo“ und „Las protestas por la vivienda toman las calles: horario y recorrido“, 03.10.2026
- eleconomista.es, „Manifestaciones en toda España por la vivienda este fin de semana“, 03.10.2026 (die dort für Samstag angekündigte Demonstration in Barcelona wurde auf den 5. Oktober verschoben, laut CNN Español und Infobae/EFE)
- Tercera Información, „El movimiento por la vivienda toma las calles en más de 50 ciudades“, 03.10.2026
- actualidadvalencia.com, Aufrufe zu Demonstrationen in Alicante und Castellón, 03.10.2026
- Idealista, Mietpreisbericht für die Stadt Valencia (Zahlen Juli 2026): zum Bericht
- Idealista, „El precio del alquiler sube un 5,6 % anual en septiembre“, 01.10.2026: zum Artikel
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