Valencianisch: lohnt es sich, wenn du in Valencia lebst?
In Valencia siehst du schnell Schilder in einer Sprache, die nicht ganz das Spanisch ist, das du kennst: Valencianisch. Keine Sorge – so wirkt sich das konkret auf deinen Alltag aus.
Zwei Amtssprachen
Kastilisch (Spanisch) und Valencianisch sind in der Valencianischen Gemeinschaft gleichberechtigte Amtssprachen. Auf der Straße, bei der Arbeit, im Laden reicht Kastilisch völlig aus. Valencianisch begegnet dir vor allem in der Schule, in der Verwaltung, auf Schildern und in Ortsnamen: du liest Ajuntament (Rathaus), carrer (Straße), platja (Strand), eixida (Ausgang).
Wo man es wirklich hört
Das hängt von der Gegend ab. In der Stadt dominiert Spanisch; in den Dörfern der Huerta und im Hinterland lebt Valencianisch viel stärker. Viele Einheimische wechseln mühelos hin und her. Niemand erwartet, dass du es sprichst – aber ein paar Wörter ersparen dir die Suche nach dem "Ausgang" auf einem Schild, auf dem nur eixida steht.
Solltest du es lernen?
Zum Leben nein. Für tiefere Integration und Sympathie kommen ein paar Wörter immer gut an: bon dia (guten Morgen), gràcies (danke), bona vesprada (guten Nachmittag). Wenn deine Kinder hier zur Schule gehen, lernen sie es schnell: der Unterricht ist an öffentlichen Schulen Pflicht, und oft werden sie nebenbei dreisprachig.
Wo lernen, wenn du tiefer einsteigen willst
Fang mit Spanisch an – das hat oberste Priorität. Fürs Valencianische bieten die Escoles Oficials d'Idiomes (EOI) sehr günstige öffentliche Kurse, und viele Vereine veranstalten Workshops. Die Acadèmia Valenciana de la Llengua stellt zudem kostenlose Online-Ressourcen bereit.
Quellen
Le Livre blanc de l'expat a Valencia
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