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Quallen an Valencias Stränden: erkennen, reagieren, schützen

· La Rédaction de TDV
Welche Arten, wann sie kommen, die richtigen Handgriffe bei einem Nesselstich (laut Rotem Kreuz), die Fehler, die du vermeiden solltest, und die Flaggen, die du kennen musst: der seriöse Quallen-Guide für Valencia.
Quallen an Valencias Stränden: erkennen, reagieren, schützen

Jeden Sommer wiederholt sich an Valencias Stränden dieselbe Szene: ein Schrei, ein Kind, das weinend aus dem Wasser kommt, ein rot anlaufendes Bein und eine Menschentraube, die sich um die Rettungsstation bildet. Quallen gehören inzwischen zum Bild des Mittelmeers, und ihre Zahl steigt Jahr für Jahr. Dieser Ratgeber will dir keine Angst machen: Die allermeisten Nesselstiche sind harmlos. Aber die richtigen Handgriffe zu kennen, die Tiere zu erkennen und zu verstehen, wann sie kommen, kann aus einem verdorbenen Tag einen bloßen Schrecken machen. Hier das Wichtigste, ganz ehrlich.

Wer sind sie? Die Arten, denen du begegnen kannst

Nicht jede Qualle ist gleich. An der valencianischen Küste kehren einige regelmäßig wieder.

Die häufigste und am stärksten nesselnde ist die Pelagia noctiluca, hier aguamala oder Leuchtqualle genannt: klein, violett oder rosa, mit langen Tentakeln, verantwortlich für die meisten schmerzhaften Stiche. Dann gibt es größere, aber viel harmlosere Arten: die Cotylorhiza tuberculata, wegen ihres gelben, gewölbten Aussehens huevo frito (Spiegelei) genannt, und die Rhizostoma pulmo, imposant, aber kaum nesselnd. Die Kompassqualle (Chrysaora), erkennbar an ihren speichenartigen Streifen, nesselt mäßig. Die Ohrenqualle (Aurelia, durchsichtig mit vier Ringen) ist so gut wie harmlos.

Zwei Fälle verdienen besondere Aufmerksamkeit. Die avispa de mar (Carybdea marsupialis), eine kleine, fast durchsichtige Würfelqualle, ist selten, ihr Stich aber deutlich schmerzhafter: Ihr Vorkommen wird an einigen Stränden der Region überwacht. Und vor allem die carabela portuguesa (Physalia physalis), die Portugiesische Galeere: technisch gesehen keine Qualle, sondern eine Kolonie von Organismen, erkennbar an ihrer durchsichtigen blau-violetten Schwimmblase. Im Mittelmeer ist sie selten, aber wirklich gefährlich, und ihre Tentakel nesseln auch dann noch, wenn sie am Sand angespült liegt. Man fasst sie nie an, auch nicht tot.

Warum immer mehr Quallen?

Das bildest du dir nicht ein. Die Schwärme erklären sich durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren: die Erwärmung und der Anstieg der Wassertemperatur, die Strömungen und Gezeiten, die Schwankungen des Salzgehalts an den Flussmündungen und die Überfischung ihrer natürlichen Feinde wie Schildkröten und bestimmter Fische. Dazu kommt der Wind: Ein Stoß Levante (Ostwind) reicht, um ganze Schwärme, die draußen trieben, an die Küste zu drücken.

Wann musst du aufpassen?

Die kritische Zeit reicht vor allem vom Spätfrühling bis zum Spätsommer, mit sehr unterschiedlichen Spitzen von Woche zu Woche. Es gibt keinen festen Kalender: Alles hängt von den Winden und Strömungen der vorangegangenen Tage ab. Die praktische Regel ist einfach: Nach mehreren Tagen mit Seewind oder großer Hitze verdoppelst du deine Aufmerksamkeit und gewöhnst dir an, vor dem Baden den Zustand der Strände zu prüfen.

Bei einem Stich: die richtigen Handgriffe

So gehst du laut Spanischem Roten Kreuz vor. Es ist genau, und manche verbreiteten Reflexe sind in Wahrheit kontraproduktiv.

Was du tun solltest:

  • Geh ruhig aus dem Wasser und zur Rettungsstation.
  • Entferne die Tentakel, die noch auf der Haut kleben, ohne sie mit bloßen Händen zu berühren: Nimm eine Pinzette, die Kante einer festen Karte oder Handschuhe.
  • Spüle mit Meerwasser, niemals mit Süßwasser.
  • Kühle die Stelle (ein Kühlbeutel, ohne das Eis direkt auf die Haut zu legen), um den Schmerz zu lindern.

Was du auf keinen Fall tun solltest:

  • Nicht mit Süßwasser spülen und nicht reiben oder kratzen: Das lässt die auf der Haut verbliebenen Nesselzellen platzen und verschlimmert den Stich.
  • Vermeide Essig, Ammoniak, Alkohol und andere Hausmittel: Bei den Arten des Mittelmeers können sie die Reaktion verschlimmern.
  • Vergiss den Mythos vom Urin: Er nützt nichts und kann sogar reizen.

Wann du sofort zum Arzt musst. Die meisten Stiche klingen in ein paar Stunden ab. Ruf aber die Rettung oder die 112 bei einer starken Reaktion: Atemnot, Unwohlsein, starke Schwellung, sehr großflächiger Stich, oder wenn das Opfer ein kleines Kind oder eine gesundheitlich geschwächte Person ist oder der Stich das Gesicht trifft. Bei einer carabela portuguesa ist der Schmerz heftig und eine ärztliche Behandlung nötig.

Die Flaggen und die Vorsorge

An bewachten Stränden wendet das Rote Kreuz ein Protokoll an. Werden im Lauf des Tages mehrere Stiche gemeldet, wird eine weiße Flagge mit einer aufgemalten Qualle gehisst, um die Badenden zu warnen. Sind sehr viele Quallen da, kann auf die rote Flagge umgestellt werden, die das Baden schlicht verbietet. Bevor du ins Wasser springst, gewöhn dir also an, auf die Flaggen zu schauen und die Rettungsschwimmer zu fragen.

Ein paar einfache Vorsichtsmaßnahmen senken das Risiko: dich vor dem Losgehen über den Zustand des Meeres informieren, nach einem Ostwind wachsam bleiben, eine angespülte Qualle nie anfassen, auch wenn sie tot wirkt, und die Kinder am Wasserrand im Auge behalten, wo die treibenden Tentakel am tückischsten sind.

Einen kühlen Kopf bewahren

Quallen sollen dir den Sommer nicht verderben. Sie gehören zum Mittelmeer, genau wie das türkisfarbene Wasser und die Sonnenuntergänge über dem Sand. Fast alle Stiche hinterlassen nur einen roten Fleck und eine gute Lehre. Wichtig ist, die richtigen Handgriffe zu kennen, die Flaggen zu respektieren und Valencias Strände zu genießen, einfach gut informiert. Gutes Baden, und behalt das Wasser im Blick.

Die Redaktion von The Daily Valencia

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