Wer ist José Capilla, der Hydrogeologe an der Spitze der UPV?
José Esteban Capilla Romá wurde 1961 in Valencia geboren. In seiner Heimatstadt absolvierte er seine gesamte Ingenieursausbildung: 1986 schloss er sein Studium als Bauingenieur (Straßen, Kanäle, Häfen) an der UPV ab und verteidigte dort 1989 seine Doktorarbeit.
Seine Laufbahn bekam schnell eine internationale Dimension. 1995 und erneut 1998 war er Gastforscher in Stanford, bevor er zwischen 1999 und 2000 Gastprofessor am MIT wurde. Diese Aufenthalte prägten eine Spezialisierung, die ihn nicht mehr losließ: hydrogeologische Modellierung und die Untersuchung der Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserressourcen, ein Feld, dessen Tragweite sich heute in einer von der DANA-Flut getroffenen Region wie Valencia voll zeigt.
Zurück an der UPV leitete er von 2009 bis 2013 das Institut für Wasser- und Umweltingenieurwesen und war anschließend von 2013 bis 2021 Vizerektor für Forschung. 2024 zeichnete ihn die Universidad Simón Bolívar mit einer Ehrendoktorwürde aus.
Am 12. Februar 2025 wurde er mit 65,17 % der Stimmen als Rektor der UPV wiedergewählt, ein klares Ergebnis, das sein Mandat stärkt. Unter seiner Leitung verfügt die UPV für 2026 über einen Haushalt von 457 Millionen Euro, ein Plus von 7,1 %.
In seiner Abschlussrede zum Studienjahr 2025-2026 erklärte er: "en un contexto occidental marcado por una polarización creciente y señales preocupantes de retroceso democrático, conviene recordar que la democracia no consiste en que unos se impongan definitivamente sobre otros, sino en construir espacios de convivencia entre personas que piensan de forma distinta" ("in einem westlichen Kontext wachsender Polarisierung und besorgniserregender Anzeichen demokratischer Rückschritte sollte man daran erinnern, dass Demokratie nicht bedeutet, dass die einen sich endgültig gegen die anderen durchsetzen, sondern Räume des Zusammenlebens zwischen unterschiedlich Denkenden zu schaffen").
Zur internationalen Strategie seiner Hochschule: "Las universidades que quieren ser excelentes son internacionales o no lo serán nunca. Hay que apuntar hacia China, es estratégico" ("Universitäten, die exzellent sein wollen, sind international, oder sie werden es nie sein. Man muss auf China zielen, das ist strategisch").
Bildnachweis: Foto von Jarmijo-upv, Lizenz CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons.
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